Sammelstellen, ReUse und Innovation: Swico Recycling unterwegs in der Westschweiz
Die Sammelstellen sind das Rückgrat des Swico Recyclingsystems. Hier werden täglich Elektro- und Elektronikgeräte entgegengenommen, sortiert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Gleichzeitig entstehen hier neue Ideen, wie Ressourcen noch länger im Kreislauf bleiben.
In den vergangenen Wochen war das Recycling-Team von Swico in der Westschweiz unterwegs. Die beiden Swico-Mitarbeiter Roger Gnos und Leonardo Laglia haben inzwischen auf fast 100 Sammelstellen einen persönlichen Besuch abgestattet. Ziel ist es jeweils, den direkten Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort zu pflegen, Best Practices kennenzulernen und die Herausforderungen der Sammelstellen besser zu verstehen.
Recycling lebt vom Engagement vor Ort
Die Besuche bei den Sammelstellen haben einmal mehr gezeigt, mit wie viel Fachwissen und Engagement die Mitarbeitenden zum Erfolg des Swico Recyclingsystems beitragen. Die Sammelstellen sorgen nicht nur dafür, dass Altgeräte fachgerecht gesammelt und für das Recycling weitergeleitet werden, sondern sie leisten auch einen wichtigen Beitrag für neue Ansätze in der Wieder- und Weiterverwendung.
Besonders wertvoll für das Team von Swico Recycling sind die praktischen Erfahrungen aus dem Alltag: Wie kommt der Aludeckel für die Container mit datenhaltigen Geräten zum Einsatz? Funktioniert das Prinzip? Oder: Wie werden Batterien in kleinen Mengen am besten gesammelt, damit sie anschliessend richtig sortiert werden können?
So ist zum Beispiel die korrekte Sammlung von Batterien sehr wichtig. In der Déchèterie de Nyon (siehe Bild oben mit Mitarbeiter Zijadin Isufi und Roger Gnos von Swico) werden sie gemischt in kleinen Mengen in Kunststoffbehältern gesammelt und anschliessend von Mitarbeitenden sortiert, da Konsumentinnen und Konsumenten meist nicht zwischen Lithium-Ionen- und Alkalibatterien unterscheiden. Lithium-Ionen-Batterien müssen separat und unter besonderen Bedingungen gelagert werden, da sie ein hohes Brandrisiko darstellen.
Innovationsprojekt «Tatouthèque» nimmt Form an
Szenenwechsel: In Yverdon-les-Bains befindet sich nicht nur die Recycling-Firma STRID SA, sondern auch ihre «Tatouthèque». Mit der «Tatouthèque» verfolgt das Unternehmen, das einen öffentlichen Auftrag für die Abfall- und Ressourcenbewirtschaftung des Kantons Waadt hat, einen innovativen Ansatz: Elektroaltgeräte werden nach Reparatur und Qualitätscheck der lokalen Bevölkerung kostengünstig zur Miete angeboten STRID entwickelt dazu einen zertifizierten Prozess – von der Geräteannahme über die Aufbereitung bis zur Vermietung.
Ziel ist es, die Nutzungsdauer von Geräten zu verlängern und damit wertvolle Ressourcen länger im Kreislauf zu halten. Swico unterstützt das Projekt mit dem Innovationsfonds. Der Container mit den Mietgeräten befindet sich auf dem Areal von STRID und wird über eine App geöffnet: Nutzerinnen und Nutzer scannen einen QR-Code und bekommen so Zugang zum Container und den Geräten. In der «Tatouthèque» wird man – sobald sie in Betrieb ist – Rasenmäher, Beamer, Racletteöfen, Fotoapparate und vieles mehr finden.
Die Swico-Mitarbeitenden konnten die technische Infrastruktur und die App nun vor dem geplanten Betriebsstart testen und machten mit einem ausgeliehenen Fotoapparat ein Selfie. Jon Fanzun, CEO von Swico: «Swico unterstützt das Projekt, weil es ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist.»
Austausch für eine stärkere Kreislaufwirtschaft
Der Besuch in Yverdon-les-Bains bot zudem Gelegenheit für einen vertieften Austausch mit Brenda Tuosto, Präsidentin des Verwaltungsrats von STRID SA und Nationalrätin und Jean‑Paul Schindelholz, CEO von STRID.
Im Zentrum der Gespräche standen die aktuellen Herausforderungen von Sammelstellen, die Weiterentwicklung von ReUse-Angeboten sowie die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren der Kreislaufwirtschaft weiter gestärkt werden kann.
Swico CEO Jon Fanzun betont: «Der direkte Austausch mit unseren Partnern vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Er zeigt, was im Alltag funktioniert, wo Herausforderungen bestehen, und welche Innovationen entstehen. STRID ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit Know-how und neuen Ideen die Weiterentwicklung des Recyclings und der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz vorangetrieben wird.»
Ein herzliches Dankeschön an die Teams der besuchten Sammelstellen sowie an STRID SA für die Gastfreundschaft, die spannenden Einblicke und die konstruktiven Gespräche. Gemeinsam bringen wir die Schweizer Kreislaufwirtschaft weiter voran.